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Deutsche Casino-Regeln: was an der Kasse wirklich gilt

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Anzeige. Wird über die Schaltfläche ein Konto eröffnet, erhält diese Seite eine Provision; für Sie ändert sich der Preis nicht. Bonushöhe, Umsatzanforderung, Höchsteinsatz, Fristen und Auszahlungsgrenzen legt der Anbieter in seinen aktuellen Regeln fest und ändert sie ohne Ankündigung. Glücksspiel kostet Geld und ist kein Einkommen. Hilfe: check-dein-spiel.de, kostenfreie Beratung 0800 1 37 27 00.

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Seit dem 1. Juli 2021 hat Deutschland ein eigenes Regelwerk für Online-Glücksspiel, und es greift genau dort ein, wo Ihr Geld bewegt wird: ein Einzahlungslimit, das für alle erlaubten Anbieter zusammen gilt, eine Pause von fünf Sekunden zwischen zwei Spins, ein Verbot von Parallelspiel und ein Abgleich mit der zentralen Sperrdatei vor jedem Login. Diese Seite erklärt die Regeln so, wie sie sich im Konto anfühlen – und warum ein Teil der Angebote im Netz sie trotzdem nicht einhält.

Ordner mit Dokumenten, Schild, Schloss und ein Regler in mittlerer Stellung

Was der Staatsvertrag an der Kasse geändert hat

Bis Mitte 2021 war Online-Glücksspiel in Deutschland außerhalb einer Übergangsregelung in Schleswig-Holstein nicht erlaubt und trotzdem überall erreichbar. Mit dem Glücksspielstaatsvertrag von 2021 hat sich die Lage gedreht: Virtuelle Automatenspiele, Online-Poker und Sportwetten sind seitdem erlaubnisfähig – aber nur unter Bedingungen, die unmittelbar in den Ablauf an der Kasse eingreifen. Der Staatsvertrag regelt nicht nur, wer anbieten darf, sondern auch, wie viel Sie pro Monat einzahlen können, wie schnell ein Spiel laufen darf und was vor jedem Spielstart geprüft werden muss.

Vergeben und überwacht werden die Erlaubnisse von der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder mit Sitz in Halle an der Saale. Sie führt eine öffentliche Liste der Anbieter mit deutscher Erlaubnis; wer dort nicht steht, hat keine – unabhängig davon, welche Nummer im Fußbereich einer Seite abgedruckt ist und welche Behörde dort genannt wird. Woran eine echte Erlaubnis zu erkennen ist und welche Angaben dazugehören, steht ausführlich auf unserer Seite zur deutschen Lizenz und zur Whitelist.

Praktisch heißt das: Zwei Seiten können äußerlich gleich aussehen, und trotzdem läuft Ihr Geld bei der einen durch ein staatlich überwachtes Limitsystem und bei der anderen durch nichts davon. Die Unterschiede zeigen sich fast immer beim Einzahlen, beim ersten größeren Betrag und bei der ersten Auszahlung. Deshalb ist dieses Regelwerk kein juristisches Hintergrundwissen, sondern Arbeitswissen für jeden, der eine Einzahlung vorbereitet.

Die fünf Regeln, die Sie beim Einzahlen merken

Der Staatsvertrag ist lang, aber im Alltag merken Sie vor allem fünf Punkte. Vier davon haben Zahlen, die direkt im Gesetz stehen – diese Zahlen sind deshalb auch die einzigen harten Werte, die auf dieser Seite vorkommen. Alles andere ist Mechanik: Abläufe, Prüfungen, Reihenfolgen. Wer die fünf Punkte kennt, kann in den meisten Fällen selbst entscheiden, ob eine Sperre im Konto eine gesetzliche Vorgabe ist oder eine Hausregel des Anbieters.

Genauso wichtig ist die Gegenprobe: Was nicht im Gesetz steht, darf jeder Anbieter selbst festlegen. Dazu gehören die Höhe eines Bonus und seine Umsatzbedingungen, die Bearbeitungszeit einer Auszahlung, Mindest- und Höchstbeträge je Zahlungsmethode, Gebühren, die Frage, ob eine Auszahlung in Teilbeträgen ausgezahlt wird, und der Umfang der Unterlagen bei einer Nachprüfung. Wer diese Dinge mit "gesetzlich vorgeschrieben" begründet bekommt, hört eine Ausrede. Umgekehrt lohnt es nicht, über Limit, Takt oder Sperrabgleich zu verhandeln – da hat der Anbieter keinen Spielraum, selbst wenn er wollte. Diese Trennlinie spart im Gespräch mit dem Support die meiste Zeit, weil sofort klar ist, welche Bitte überhaupt erfüllbar ist und welche nicht.

Die fünf Regeln und ihre praktische Wirkung
RegelWas sie im Konto bedeutet
Einzahlungslimit 1.000 € im MonatGilt für alle Anbieter mit deutscher Erlaubnis zusammen, nicht pro Konto
Fünf Sekunden je SpinEin virtuelles Automatenspiel darf nicht schneller laufen; Autostart ist ausgeschlossen
Kein ParallelspielNur ein Spiel zur selben Zeit, auch nicht bei zwei verschiedenen Anbietern
Abgleich mit der SperrdateiVor jedem Spielstart wird geprüft, ob eine Sperre eingetragen ist
Mindestalter 18 JahreIdentität und Alter müssen vor der ersten Teilnahme feststehen

Ein Einzahlungslimit für alle Anbieter zusammen

Die Regel, die am häufigsten für Verwirrung sorgt, ist das monatliche Einzahlungslimit von 1.000 €. Entscheidend ist das Wort anbieterübergreifend: Die 1.000 € sind kein Kontingent pro Konto, sondern eines pro Person über alle Anbieter mit deutscher Erlaubnis hinweg. Wer bei drei Seiten je 400 € einzahlt, stößt bei der dritten an die Grenze, obwohl in jedem einzelnen Konto nur ein kleiner Betrag steht. Ein zweites Konto hilft also nicht, und drei Konten helfen dreifach nicht.

In das Limit zählen Einzahlungen, nicht Umsätze. Wenn Sie 500 € einzahlen, verspielen, erneut 500 € einzahlen und gewinnen, ist das Monatslimit ausgeschöpft – auch wenn Ihr Kontostand am Ende höher ist als am Anfang. Auszahlungen füllen das Limit nicht wieder auf. Und das Limit wird zentral geführt, nicht beim Anbieter: Es wandert mit Ihnen mit, wenn Sie die Seite wechseln.

Das Limit lässt sich auf Antrag anheben, und es lässt sich jederzeit nach unten setzen. Wie es genau mitgezählt wird, warum es nicht am Monatsersten zurückkommt und welche Nachweise für eine Erhöhung geprüft werden, behandelt die eigene Seite zum Einzahlungslimit und seiner Anhebung. Für den Einstieg reicht: Planen Sie mit dem Monatsbetrag, nicht mit dem einzelnen Betrag, und erwarten Sie keine Ausnahme, die ein Support-Mitarbeiter für Sie machen könnte – er kann es nicht.

LUGAS: die Datei, die mitzählt

Hinter dem Limit steht ein technisches System, das die Länder gemeinsam betreiben: LUGAS, das länderübergreifende Glücksspielaufsichtssystem. Es führt im Kern zwei Dateien. Die eine zählt Ihre Einzahlungen über alle erlaubten Anbieter zusammen, die andere registriert, ob Sie gerade in einem Spiel aktiv sind. Beide Abfragen laufen in Echtzeit, und beide laufen über eine Kennung, die aus Ihren Identitätsdaten gebildet wird – nicht über E-Mail-Adresse oder Kontonummer.

Für Sie sichtbar wird LUGAS meistens durch Meldungen, die man zunächst für Fehler hält: eine Einzahlung, die trotz gedeckten Kontos abgewiesen wird; ein Hinweis, dass ein Spiel bei einem anderen Anbieter noch läuft; eine Wartezeit, nachdem Sie ein Spiel geschlossen haben. Das sind keine Störungen, sondern das System, das arbeitet. Typisch ist auch, dass die Meldung beim Anbieter ankommt, ohne dass er den Grund im Detail erklären kann – die Zählung findet außerhalb seines Hauses statt.

Praktische Folge: Wenn eine Einzahlung scheitert, ist die Fehlersuche zweistufig. Zuerst klären, ob es an der zentralen Zählung liegt, danach an der Zahlungsmethode. Umgekehrt vorzugehen kostet Zeit, denn eine abgelehnte Karte sieht im Konto fast genauso aus wie ein erschöpftes Limit. Welche Methode in welchem Schritt hakt, ordnet der Überblick über die Zahlungsmethoden ein.

Fünf Sekunden pro Spin, ein Euro pro Einsatz

Für virtuelle Automatenspiele schreibt der Staatsvertrag eine Mindestdauer von fünf Sekunden je Spiel vor und begrenzt den Einsatz auf 1 € pro Spiel. Beides verändert das Spielgefühl stärker als jede Bonusregel: Es gibt keinen Schnelldurchlauf, keinen Autostart und keine Turbofunktion. Was früher nach Belieben beschleunigt werden konnte, läuft in Deutschland in festem Takt. Zusätzlich sind in diesem Segment Jackpots ausgeschlossen, die über das einzelne Spiel hinaus anwachsen.

Rechnerisch ergibt die Mindestdauer eine harte Obergrenze an Spielen pro Stunde. Das ist keine Anbieterangabe, sondern eine Division: 3.600 Sekunden geteilt durch die Mindestdauer. Die Zahlen darunter zeigen, wie deutlich der Unterschied zu einem ungebremsten Ablauf ist – und damit auch, warum ein Monatslimit von 1.000 € in Deutschland länger reicht als derselbe Betrag an einem Spiel ohne Takt.

Maximale Spiele pro Stunde bei fester Mindestdauer

5 Sekunden (deutsche Regel)720

3 Sekunden1.200

1 Sekunde3.600

Reine Arithmetik: 3.600 Sekunden geteilt durch die Mindestdauer je Spiel. Keine Anbieterdaten, keine Aussage über Gewinnchancen.

Kein Parallelspiel: ein Spiel zur selben Zeit

Das Parallelspielverbot ist die Regel, die technisch am meisten Nebenwirkungen hat. Erlaubt ist ein Spiel zur selben Zeit. Das gilt nicht nur innerhalb eines Kontos, sondern über Anbieter hinweg: Zwei Fenster bei zwei verschiedenen Seiten sind genauso ausgeschlossen wie zwei Spiele in einem Fenster. Auch die Mischung aus virtuellem Automatenspiel und Live-Tisch zur selben Zeit fällt darunter.

Im Alltag äußert sich das als Blockade nach einem Abbruch. Wer den Tab schließt, ohne das Spiel ordentlich zu beenden, bleibt für eine kurze Zeitspanne als aktiv registriert und kommt beim nächsten Versuch nicht sofort hinein. Verbindungsabbrüche, ein Wechsel vom Handy zum Rechner oder ein zweiter Browser erzeugen denselben Effekt. Die Lösung ist in fast allen Fällen Geduld statt Support: Spiel sauber schließen, kurz warten, neu anmelden.

Wichtig für die Kasse: Eine Einzahlung ist kein Spiel. Sie können einzahlen, während nichts läuft, und Sie können auch eine Auszahlung anstoßen, ohne dass das Parallelspielverbot greift. Wer dagegen während eines laufenden Spiels an der Kasse hantiert, erlebt häufig, dass eine der beiden Aktionen hängen bleibt. Erst das Spiel beenden, dann das Geld bewegen – diese Reihenfolge erspart die meisten Rückfragen.

Der Abgleich mit der Sperrdatei vor jedem Login

Jeder Anbieter mit deutscher Erlaubnis muss vor der Teilnahme prüfen, ob für Sie eine Sperre eingetragen ist. Diese Prüfung ist keine einmalige Aufnahmeformalität, sondern läuft wiederkehrend – bei jeder Anmeldung und vor dem Spielstart. Das zentrale Register heißt OASIS und erfasst nicht nur Online-Angebote, sondern auch Spielhallen, Spielbanken und Wettannahmestellen. Ein Eintrag wirkt deshalb in der Breite und sofort, nicht erst nach Bearbeitung durch den einzelnen Anbieter.

Für den Spieler bedeutet das zwei Dinge. Erstens: Eine Sperre lässt sich nicht durch Anbieterwechsel umgehen, solange man bei erlaubten Angeboten bleibt. Zweitens: Ein Eintrag kann auch ohne eigenen Antrag entstehen, etwa auf Hinweis von Angehörigen oder auf Veranlassung eines Anbieters, der Anzeichen für problematisches Spiel sieht. Wer sich plötzlich nirgends mehr anmelden kann, ist in der Regel nicht Opfer eines technischen Fehlers.

Wie der Eintrag entsteht, welche Mindestdauern gelten, wie ein Antrag auf Aufhebung läuft und was mit Guthaben auf einem gesperrten Konto passiert, steht vollständig auf der Seite zur OASIS-Sperre. Wer eine Sperre als Schutz nutzen will und zusätzlich Beratung sucht, findet die Anlaufstellen gesammelt unter Hilfe bei Spielsucht.

18 Jahre, echter Name, eigenes Konto

Teilnehmen darf nur, wer volljährig ist – 18 Jahre, ohne Ausnahme und ohne Übergangsfrist. Die Identität muss vor der ersten Teilnahme feststehen, nicht erst vor der ersten Auszahlung. Deshalb ist die Reihenfolge in Deutschland eine andere als bei Angeboten aus anderen Märkten: Erst Identifizierung, dann Einzahlung, dann Spiel. Wer ein Konto eröffnet und sofort einzahlen will, wird in der Regel vorher durch eine Prüfung geschickt.

Daraus folgt die Regel, an der die meisten Auszahlungen scheitern: Zahlungsmittel und Spielerkonto müssen auf dieselbe Person lauten. Das Konto der Partnerin, die Karte der Eltern, ein geliehenes Wallet – alles davon erzeugt entweder bei der Einzahlung eine Ablehnung oder, schlimmer, bei der Auszahlung eine Blockade, wenn das Geld schon im Spiel war. Dasselbe gilt für Namensabweichungen, die harmlos aussehen: ein fehlender zweiter Vorname, ein Mädchenname, eine alte Adresse.

Was bei der Prüfung tatsächlich verlangt wird, in welcher Reihenfolge Dokumente sinnvoll eingereicht werden und warum manche Konten ein zweites Mal geprüft werden, behandelt die Seite zu Verifizierung und Nachprüfungen. Der Aufwand lohnt sich am Anfang: Eine vollständige Prüfung vor der ersten Einzahlung ist deutlich angenehmer als eine Nachprüfung, während ein Gewinn blockiert ist.

Was die Regeln für Bonus, Auszahlung und Steuer bedeuten

Die Regeln wirken indirekt auch auf Dinge, die nicht im Staatsvertrag stehen. Weil Einsatz und Takt begrenzt sind, lassen sich Umsatzbedingungen in Deutschland nur langsamer erfüllen als an einem ungebremsten Spiel – dieselbe Bedingung bindet hier also mehr Zeit. Und weil das Einzahlungslimit anbieterübergreifend zählt, ist ein Bonus, der eine hohe Einzahlung voraussetzt, für viele Spieler faktisch nicht erreichbar, ohne das Monatskontingent in einem Zug zu verbrauchen.

Auf der Auszahlungsseite sorgt die Identitätspflicht dafür, dass Geld in der Regel nur auf dem Weg zurückkommt, auf dem es hereingekommen ist. Das ist keine Schikane, sondern eine Folge der Regeln gegen Geldwäsche und gegen Kontoweitergabe. Wie lange Auszahlungen üblicherweise brauchen und welche Schritte die Dauer bestimmen, ordnet der Auszahlungs-Überblick ein; was zu tun ist, wenn eine Zahlung zurückgewiesen wurde, steht unter abgelehnte Auszahlung.

Und schließlich die Steuer. Für den Spieler ist der Gewinn aus Glücksspiel in der Regel keine steuerbare Einkunft, der Einsatz dagegen ist in Deutschland mit einer eigenen Abgabe belegt, die der Anbieter trägt und einpreist. Was das für die tatsächliche Rückzahlungsquote heißt und wann sich das Finanzamt doch melden kann, steht auf der Seite zu Gewinnen und Steuer.

Woran Sie erkennen, dass eine Seite die Regeln nicht einhält

Es gibt wenige Merkmale, die zuverlässig sind, und viele, die nur nach Seriosität aussehen. Zuverlässig ist der Blick in die Liste der Behörde: Steht der Anbieter mit genau diesem Namen und dieser Domain dort nicht, gilt der deutsche Rahmen für ihn nicht. Ebenfalls zuverlässig sind die Regeln selbst, denn sie lassen sich nicht teilweise umsetzen. Wenn ein Spiel in drei Sekunden durchläuft, wenn Einsätze über 1 € pro Spiel möglich sind, wenn zwei Spiele gleichzeitig laufen oder wenn nach 1.000 € im Monat niemand nachfragt, dann fehlt die deutsche Erlaubnis.

Weiche Merkmale sind dagegen kein Beweis: ein deutscher Support, eine Adresse im Impressum, ein Siegel, ein Hinweis auf eine Prüfstelle, eine Lizenznummer irgendeiner Behörde. Auch die Angabe, man sei "in Deutschland reguliert", steht häufig auf Seiten, die es nicht sind. Prüfen Sie Name und Domain, nicht die Gestaltung.

  • Spiel läuft schneller als fünf Sekunden oder hat eine Autostart-Taste
  • Einsätze über 1 € je Spiel bei virtuellen Automatenspielen möglich
  • Zwei Spiele gleichzeitig oder Slot und Live-Tisch parallel
  • Keine Identifizierung vor der ersten Einzahlung
  • Einzahlungen über 1.000 € im Monat ohne jeden Prüfschritt
  • Keine Spur in der Liste der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder

Warum ein Teil des Marktes die Regeln nicht einhält

Die Antwort ist unspektakulär: Weil es wirtschaftlich attraktiv ist und die Durchsetzung an Landesgrenzen endet. Ein Anbieter ohne deutsche Erlaubnis muss kein Limit mitzählen, keinen Takt einhalten, keine Sperrdatei abfragen und keine Einsatzsteuer abführen. Er kann damit ein Produkt zeigen, das schneller und großzügiger wirkt – und genau dieser Eindruck ist das Verkaufsargument. Die Aufsicht arbeitet dagegen vor allem an Zahlungswegen und Werbung, weniger an den Seiten selbst.

Für Sie entsteht daraus ein praktisches Risiko, das nichts mit Moral zu tun hat. Ohne deutsche Erlaubnis gibt es keine Aufsicht, an die Sie sich bei Streit wenden können, keinen gesicherten Weg bei einer verweigerten Auszahlung und keinen Schutz durch eine Sperre, die Sie selbst eingetragen haben. Wer sich sperren lässt und dann bei einem nicht erlaubten Angebot weiterspielt, hat den Schutz technisch umgangen, aber eben auch jede Absicherung.

Hinzu kommt die Zahlungsseite. Banken und Zahlungsdienste sind an die deutschen Vorgaben gebunden, und Zahlungen an nicht erlaubte Anbieter werden dort in zunehmendem Maß gestoppt. Das führt zu dem typischen Muster, dass eine Einzahlung mit Karte scheitert und ein Wechsel auf eine andere Methode empfohlen wird. Warum dieses Muster ein Warnsignal ist und wie die einzelnen Methoden sich unterscheiden, steht in den Einzelseiten zu den Methoden – zum Beispiel in der Übersicht zur Zahlung mit Visa und Mastercard.

Wenn eine Regel Sie blockiert: Reihenfolge der Schritte

Die meisten Blockaden an der Kasse haben eine von vier Ursachen: das anbieterübergreifende Limit, das Parallelspielverbot, eine Sperre in OASIS oder eine unvollständige Verifizierung. Sie lassen sich in dieser Reihenfolge prüfen, und das dauert selten länger als eine Viertelstunde. Wichtig ist, nicht gleichzeitig zu reparieren: Zwei Versuche parallel erzeugen genau das Muster, das anschließend wie ein technischer Defekt aussieht.

  1. Im Konto nachsehen, welcher Betrag im laufenden Zeitraum noch frei ist. Ist das Kontingent erschöpft, hilft nur warten oder ein Antrag auf Anhebung.
  2. Alle Spielfenster schließen, abmelden, einige Minuten warten, neu anmelden. Damit ist das Parallelspiel-Thema in der Regel erledigt.
  3. Prüfen, ob eine Anmeldung überhaupt möglich ist. Wenn nicht, ist ein Sperreintrag die naheliegende Erklärung.
  4. Erst danach die Zahlungsmethode wechseln oder den Support ansprechen – mit Uhrzeit, Betrag, Methode und dem Wortlaut der Meldung.

Für die kleinen Beträge lohnt ein Zusatzhinweis: Wer ein neues Konto testet, kommt mit einer Mindesteinzahlung weiter als mit einem großen Betrag, weil sich damit Identifizierung und Auszahlungsweg prüfen lassen, ohne das Monatslimit zu belasten. Wie weit die üblichen Stufen reichen, zeigt die Seite zur Einzahlung ab 10 Euro.

Amtliche Quellen und Hilfe

Drei Adressen reichen, um fast jede Frage zu diesen Regeln an der Quelle zu klären. Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder veröffentlicht unter gluecksspiel-behoerde.de die Liste der erlaubten Anbieter und erklärt die Vorgaben aus erster Hand. Das Sperrsystem OASIS wird über die Behörde erreicht; dort laufen sowohl Eintrag als auch Antrag auf Aufhebung. Und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung betreibt mit check-dein-spiel.de ein kostenloses Angebot mit Selbsttest und Beratung, zusätzlich zum bundesweiten Hilfetelefon zur Glücksspielsucht.

Diese Seite ersetzt keine Rechtsauskunft. Sie gibt die Zahlen wieder, die im Staatsvertrag stehen, und beschreibt im Übrigen Abläufe, wie sie an der Kasse vorkommen. Wenn es um einen konkreten Streitfall geht – eine verweigerte Auszahlung, eine bestrittene Sperre, eine Rückforderung –, führt der Weg über die Aufsicht und gegebenenfalls über rechtliche Beratung, nicht über ein Forum.

Häufige Fragen

Gilt das Einzahlungslimit von 1.000 € pro Konto oder pro Person?

Pro Person und über alle Anbieter mit deutscher Erlaubnis zusammen. Mehrere Konten erhöhen das Kontingent nicht, weil die Einzahlungen zentral zusammengezählt werden.

Darf ich zwei Spiele gleichzeitig öffnen, wenn es zwei verschiedene Anbieter sind?

Nein. Das Parallelspielverbot wirkt anbieterübergreifend. Auch die Kombination aus virtuellem Automatenspiel und Live-Tisch zur selben Zeit ist davon erfasst.

Warum kann ich mich nach einem Verbindungsabbruch nicht sofort neu anmelden?

Weil Sie noch als aktiv registriert sind. In der Regel genügt es, das Spiel sauber zu schließen, sich abzumelden und einige Minuten zu warten.

Gilt die 5-Sekunden-Regel auch für Live-Tische und Sportwetten?

Die Mindestdauer und die Einsatzgrenze von 1 € je Spiel betreffen virtuelle Automatenspiele. Für andere Produktarten gelten eigene Vorgaben, das Einzahlungslimit und der Abgleich mit der Sperrdatei aber überall.

Kann der Support eine Ausnahme vom Limit machen?

Nein. Das Limit wird außerhalb des Anbieters geführt. Eine Anhebung läuft nur über einen Antrag mit Prüfung, nicht über Kulanz.

Woran erkenne ich eine deutsche Erlaubnis zuverlässig?

Nur am Eintrag in der Liste der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder, mit genau diesem Anbieternamen und dieser Domain. Siegel, Impressum und Lizenznummern anderer Behörden sind kein Nachweis.

Was passiert mit meinem Geld, wenn eine Sperre eingetragen wird?

Das Konto wird für die Teilnahme geschlossen, das vorhandene Guthaben wird nach den Regeln des Anbieters ausgezahlt. Bonusguthaben und offene Aktionen verfallen dabei häufig.

Sind Gewinne in Deutschland steuerfrei?

Für private Spieler ist der Gewinn aus Glücksspiel in der Regel keine steuerbare Einkunft. Besteuert wird der Einsatz, und zwar beim Anbieter. Für den Einzelfall ist eine steuerliche Beratung nötig.

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